Kati am Montag, 04. April 2011, 20:21 Uhr
Ich finde die Diskussion hier sehr interessant. Offenbar erziehen manche Eltern ihre Kinder immer noch so, dass sie sie von dem abschirmen, was da draußen in der Welt wirklich vor sich geht. Und dort wird geliebt, Sex gehabt, geträumt, diskriminiert und Selbstmord begangen. Jugendliche wollen so etwas lesen und sich ihre eigenen Gedanken machen. Außerdem ist das Lied der Träumerin ja offenbar ein All Age Buch, wie man mir in der Buchhandlung sagte, und das heißt, dass es im Grunde kein Jugendbuch ist, sondern eben auch für Erwachsene. Und ich als 29-Jährige habe mich sehr mit der Hauptfigur identifizieren können und bin noch lange nicht zu alt zum Träumen! Das Buch spaltet offenbar die Meinungen, aber das stört ja nicht. Kati
Stella am Montag, 04. April 2011, 14:35 Uhr
Das ist das beste Buch, das ich je gelesen habe. Es hat mich wirklich umgehauen...aber im positiven Sinn! Danke an Tanya Stewner für dieses Buch!!
sarahdenktnach am Montag, 04. April 2011, 12:37 Uhr
Ich bin auch Sechzehn und zwar erst halb mit dem Buch durch, aber ich finde, Jugendliche in meinem Alter sollten selbst entscheiden können was zu heftig für sie ist und was nicht. Ich finde das Lied der Träumerin nicht zu heftig, sondern einfach sehr inspirierend und mal anders als andere Bücher.
Clementine Kubicky am Montag, 04. April 2011, 12:15 Uhr
Ja, das Cover des Buches führt vielleicht ein wenig in die Irre und deutet auf ein eher harmloses Buch hin - was 'Das Lied der Träumerin' absolut nicht ist! (Das kann man vielleicht dem Verlag als falsches Marketing vorwerfen.) Das Buch selbst ist jedoch gerade durch seine Tabu-Brüche und die zur Diskussion gestellten Fragen nach (falscher) Moral so eindrucksvoll. Viele Jugendliche beschäftigen sich mit diesen Themen und werden zum eigenen Nachdenken angeregt oder dort abgeholt, wo sie stehen. Als Lehrerin überlege ich nun, dieses Buch als Unterrichtslektüre durchzunehmen. Der Austausch hier hat mich sogar eher noch darin bestätigt, wie wichtig das Reden über solche Themen ist. Viele Grüße, Clementine Kubicky
tiefberuehrt am Montag, 04. April 2011, 11:55 Uhr
wir müssen lernen, den tod, auch den selbstgewählten, als bestandteil des lebens anzuerkennen. frau stewner hat das geschafft. deshalb erstrahlt sie hier und mit ihren büchern in ihrem vollen glanz und hebt sich von der masse der von medien hypnotisierten menschen ab. sie bietet uns mit ihren worten und ihrem dasein den raum, uns selbst zu erfahren und auch unsere inneren tabus und ängste kennen zu lernen. danke, frau stewner!
Nanni am Montag, 04. April 2011, 11:28 Uhr
Ich hab gerade gestern noch mit meiner Freundin darüber geredet, dass das Cover des Buches ausdrückt, dass es sich eher um ein Kinderbuch handelt, und deswegen viele Eltern geschockt reagieren, wenn sie das Buch selbts lesen.
Mit 16 Jahren darf man allerdings schon solche Sexszenen lesen.
Zum Selbstmord: es gibt so viele Menschen, die suizid gefährdet sind, weil sie krank sind und/oder es aus uns unerfindlichen Gründen in ihrem Leben nicht mehr aushalten und denen ein Selbstmord als einzige Lösung erscheint. Auch ich war zunächst geschockt, hatte ich doch auch Jeremy in mein Herz geschlossen. Allerdings sollte man, wenn man suizid gefährdeten Menschen helfen möchte, damit aufhören das Thema zu tabuisieren. Ich denke, dass es Jugendliche gibt, die durch dieses Thema vielleicht sogar eher dazu kommen darüber zu reden, dass sie selbst Suizidgedanken haben...Und nur weil Selbstmord für die Beteiligten schrecklich ist, kann man nicht einfach so tun, als würde es ihn nicht geben.
Wenn hier schon die Rede auf Gott fällt: Ist nicht das Leben nach dem Tod das was wir in unserem religiösen und gottgefälligen Leben erreichen wollen?
Viele Grüße
Nanni
jožefa1994 am Sonntag, 03. April 2011, 22:04 Uhr
worüber regen sich alle so auf? ich habe das buch zwar nicht gelesen, aber dass auch sex drin vor komt und jemand selbstmord macht ist doch interessant! wer will schon langweilige bücher? ......... jožefa ........
Lars Hallscheidt am Sonntag, 03. April 2011, 21:45 Uhr
Der Selbstmord ist zugegebener Maßen wirklich heftig. Vor allem, weil man 'den Täter' zum Schluß irgendwo doch ins Herz geschlossen hat und nicht will, daß er einfach aufgibt. Auch die Sexstellen, die Beinahe-Vergewaltigung und manches andere im Buch sind zugegebener Maßen harter Stoff für Jugendliche. Aber ich denke auch, daß man es Ihnen zumuten kann. Schließlich vermittelt das Buch trotz Suizid und der häufigen Anwesenheit des Todes im Buch vor allem eines : Lebensfreude. Daß die Autorin das schafft ist wirklich eine Leistung. Ein tolles und wichtiges Buch! Lars Hallscheidt
nina am Sonntag, 03. April 2011, 20:28 Uhr
Spießer gibt es immer, die was über ungewöhnliche Lebenseinstellungen zu unken haben. Das sollte Träumer keineswegs vom Träumen abhalten!!!!!!! Nina
Maren Terstegen am Sonntag, 03. April 2011, 20:04 Uhr
Ich möchte auch noch ein Wort an Herrn Sorensen richten. Ein Buch wie das Lied der Träumerin ist sicherlich provokant. Doch regt es gerade dadurch zum nachdenken an und gerade junge Leute haben durch solch ein Buch die Möglichkeit herauszufinden, wie sie selbst eigendlich die Welt sehen. Daher finde ich es immens wichtig, dass es Bücher wie dieses gibt, die aufrütteln und provozieren. Ich halte das Buch für sehr wertvoll, gerade für junge Leute. Mit den besten Grüßen, Maren Terstegen
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