Mein Mann Guido und ich bekommen bald zwei kleine Kätzchen. Am liebsten würde ich natürlich mit den beiden sprechen, um herauszufinden, wie wir es ihnen bei uns am gemütlichsten machen können - und wie sie heißen wollen!
Wird
es nach dem aktuellen Band Liliane
Susewind - Ein Panda ist kein Känguru noch weitere Bände in der
Buchreihe um Liliane Susewind geben? Falls nicht - was sehr schade wäre -
wie fühlt es sich an, wenn ein solches Projekt zu Ende geht?
Als ich den letzten Satz für den sechsten Lilli-Teil geschrieben habe, war ich richtig traurig, dass ich mich von Lilli, Jesahja, Bonsai und Schmidti verabschieden muss. Aber ich hatte mir ja selbst gewünscht, dass ich auch meine vielen anderen Buchideen ausleben kann. Inzwischen habe ich zwei andere Bücher geschrieben (siehe unten), was mir tierisch viel Spaß gemacht hat, und was irgendwie wichtig für mich war, um mal schriftstellerisch Luft zu schnappen. Vor kurzem hatte ich dann plötzlich eine ziemlich gute Idee für einen weiteren Lilli-Band. Ich hatte sozusagen den Kopf wieder frei für Lilli. Und die Idee ist eigentlich zu gut, um sie nicht zu benutzen …
Liliane Susewind ist ja ganz oft im
Zoo. Bist du selbst auch gern im Zoo oder mochtest du ihn als Kind
besonders gern? Was fasziniert dich daran?
Ich war als Kind oft im Zoo und fand es toll, dass man so viele verschiedene Tiere so hautnah erleben kann. Allerdings ist sehr wichtig, dass die Tiere dort auch genügend Platz und Abwechslung haben. In dem Zoo von Oberst Essig ist das natürlich der Fall!
Am
12. August dieses Jahres erscheint ein neues Buch von dir: Wie
weckt man eine Elfe?. Wird das wieder eine Buchreihe
werden und wenn es so ist, wie viele Bände sind denn geplant?
Ich habe bisher zwei Elfenbände geplant. Der erste kommt im August 2010 und der zweite erscheint im Frühjahr 2011. Die Figuren bieten genügend Stoff für noch einige weitere Bände, vor allem die Elfen sind ziemlich witzig mit ihren bekloppten Eigenheiten. Aber ich habe auch geplant, nächstes Jahr einen Jugendroman über einen Zeitreisenden zu schreiben – eine Geschichte, die mir schon länger im Kopf herumschwirrt, und die raus muss. Ich glaube, das werde ich zuerst machen.
Noch eine Frage zu deinem neuen Buch: Ist es auch etwas für die Leser der "Liliane Susewind"-Bücher? Wovon handelt es?
Die Elfenbücher sind für die gleiche „Zielgruppe“ wie die Lillibücher, also ab 8 Jahren. Es geht um zwei Zwillingsschwestern, Florentine und Pauline, die herausfinden, dass es wirklich Elfen gibt. Allerdings hat das Elfenreich ein riesen Problem, und nur die Zwillinge können ihnen helfen … Ich glaube, dass dieses Buch ebenfalls das hat, was die Leser an Lilli so mögen – es gibt zwei tolle Heldinnen, es ist spannend und es kommen ein paar ziemlich schräg-lustige Gestalten drin vor (moppelige Elfen).
Du hast bereits mit 10 Jahren begonnen,
Geschichten zu schreiben - findet man auch Gedanken oder Einflüsse
daraus in deinen veröffentlichten Büchern wieder?
Ja! Ich habe erst vor kurzem einen
Straßennamen in einem meiner Bücher verwendet (Glockengasse), den ich
mir mit 11 ausgedacht hatte! In So
springt man nicht mit Pferden um, dem fünften Lilliband, stecken
außerdem ein paar Ideen aus einer Geschichte, die ich mit 10
geschrieben habe („Die Pferdebande“).
Möchtest du in Zukunft ausschließlich Kinderbücher schreiben oder hättest du Lust, auch mal etwas für Jugendliche oder Erwachsene zu schreiben? Was gefällt dir am Schreiben von Kinderbüchern so gut?
Ich möchte am liebsten für alle schreiben! Im Frühjahr 2011 erscheint mein All-Age-Roman „Das Lied der Träumerin“. Darin geht es um ein 18-jähriges Mädchen, Angelia, das davon träumt, nach London zu gehen und Musikerin zu werden. Es ist eine ziemlich persönliche Geschichte. Ich habe selbst als Studentin zwei Jahre in London gelebt und in die Geschichte viel von meinem damaligen unbändigen Träumen und Hoffen und meine Liebe zur Musik einfließen lassen.
Es ist ja gar nicht so einfach, einen Verlag zu finden, der die eigenen Bücher veröffentlicht. Wie hat das denn bei dir geklappt?
Es war echt schwer. Erst nach insgesamt 24 Absagen habe ich eine Zusage bekommen (von Fischer Schatzinsel).
Als erfolgreiche Autorin zu arbeiten, bringt ja nicht nur das Schreiben mit sich. Wie gefällt dir die Zusammenarbeit mit dem Verlag? Machst du gern selbst Lesungen?
Ich bin sehr froh, beim Verlag Fischer Schatzinsel gelandet zu sein. Das Team dort gibt sich wirklich sehr viel Mühe, die bestmöglichen Bücher herauszubringen, und steckt viel Liebe in jedes Projekt. Außerdem ist meine Lektorin Simone Hennig die beste Lektorin auf der Welt! (Schöne Grüße )
Du hast früher mal als Übersetzerin und Lektorin gearbeitet. Vermisst du diese Arbeit oder füllt dich die Schriftstellerei vollkommen aus?
Ich wollte schon immer Schriftstellerin werden und Geschichten erzählen. Übersetzen und Lektorieren hat mir zwar auch Spaß gemacht, aber selber zu schreiben, ist noch viel schöner!
Das Interview führten Daniela Möhrke und die Kinderredaktion
Quelle: www.diekinderredaktion.de